Der Weg der ecofärben und der Prozess

Mein Weg mit Naturfarben begann aus Neugierde auf ökologische Textilgestaltung.
Seit 2020 experimentiere ich mit verschiedenen Techniken: Beizen, Musterdesign und das Färben mit Pflanzenfarben wie Kurkuma, Avocadokerne, Blauholz, Krappwurzel und Indigo.
In den folgenden Videos könnt ihr den gesamten Prozess miterleben – von der Vorbereitung über das Färben bis hin zum Entdecken der Farben.
Die Natur inspiriert mich täglich mit unzähligen Farbtönen, die mich motivieren, diesen Weg weiterzugehen.

In diesen Videos zeige ich euch den Prozess des Ecofärbens der Schals, die ich am Kunsthandwerkmarkt am 30.11.25 präsentiert habe. Es ist der Countdown bis zur Ausstellung. In den nächsten 27 Tagen nehme ich euch mit auf meine Reise des Ecofärbens bis zur Ausstellung.

27 Tage

In den nächsten 27 Tagen nehme ich euch mit auf meine Reise des Ecofärbens – bis zur Ausstellung.

26 Tage 

Ich beginne mit der Farbe der Avocado.
Aus ihren Kernen entsteht ein zarter Rosaton – warm, lebendig, überraschend.
Jede Nuance ist ein Geschenk der Natur.

25 Tage 

Der kreative Teil – das Entwerfen der Farben und Muster.
Jede Entscheidung ist ein Dialog mit der Natur, leise und lebendig.

23 Tage 

 Die Schals müssen aus dem Aufweichen.
Die Natur hat gearbeitet – still und beständig.
Jetzt dürfen die Schals trocknen – langsam, im Rhythmus der Luft und des Lichts.

22 Tage 

Am Computer – Formen, Linien, Kreise.
Was später auf Stoff erscheint, entsteht zuerst digital.
Auch hier braucht es Vorstellung und Gefühl – zwischen Präzision und Intuition.
Die Dateien gehen nun zum Schneiden ins Plexiglas –
ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Farbe.

20 Tage 

Aus Blauholz entsteht ein tiefer, stiller Farbton.
Violett mit Schattierungen, die sich mit Licht, Zeit und Temperatur verändern.
Jede Nuance ist ein Geschenk

18 Tage 

Das Blauholzbad braucht Wärme – und Zeit.
Bei 70 Grad entfaltet sich die Farbe, langsam, Schicht für Schicht.
Dann darf alles wieder ruhen, abkühlen, atmen.
So entsteht Tiefe – nicht nur im Ton, auch im Prozess.

16 Tage 

Krappwurzel – eine Pflanze mit Geschichte, seit Jahrhunderten genutzt, um Stoffe zu färben.
Heute bereite ich das Bad vor: zwei Tage Ruhe im Wasser, dann Wärme, damit sich die Farbe entfaltet.
Jede Nuance erzählt vom Ursprung, von Geduld und der Weisheit der Natur.
Ich begleite nur – die Natur führt.

14 Tage 

Heute entstehen die ersten Pinselspuren – feine Linien aus Sojamilch und ein paar Tropfen Avocado- oder Blauholzfarbe.
Dieser Schritt wirkt zart, fast unscheinbar, doch er entscheidet später über Tiefe und Muster.
Die Mischung darf nun ein paar Tage ruhen, damit sich alles mit dem Stoff verbindet.
Langsamkeit ist Teil der Technik – und Teil der Schönheit.

13 Tage 

Kurkuma – stark, erdig, leuchtend.
Heute bereite ich das Farbbad vor, ein Ton, der seit Jahrhunderten Stoffe zum Strahlen bringt.
Der Duft, die Intensität, die Einfachheit der Wurzel erinnern daran, wie direkt Natur wirken kann.
Ein weiteres Kapitel im langsamen, achtsamen Weg zur Farbe.

12 Tage 

Ich erwärme die Krappwurzel noch einmal – eine Stunde Zeit, damit der Ton tiefer und voller wird.
Während das Bad zieht, breiten sich vor mir alle Farben aus, die in den letzten Tagen entstanden sind.
Jeder Farbton ein eigener Rhythmus, eine eigene Geduld, ein eigenes Gespräch mit der Natur.
So entsteht langsam eine Palette, die nicht geplant, sondern begleitet wird.

11 Tage 

die Stoffe sind an der Reihe: Falten, drehen, binden – Shibori in seiner stillen Präzision.
Die Reserven entstehen Schritt für Schritt, jede Bindung ein kleines Versprechen an das Muster, das kommen wird.
Jetzt sind die Stoffe bereit für die Farbe – der Moment, in dem Technik und Intuition sich treffen.

9 Tage 

Der erste Färbegang beginnt – Kurkuma und Avocado.
Zwei natürliche Töne, warm und sanft, die den Stoff langsam verwandeln.
Dies ist nur die erste Etappe: eine Grundlage, die später vom zweiten Farbgang weitergeführt wird.
Schicht für Schicht entsteht ein Dialog zwischen Farbe, Zeit und Stoff.

7 Tage 

Der zweite Farbgang stand im Mittelpunkt – und die nächste Schicht, die Tiefe und Charakter schenkt.
Ich zeige euch die Schals nach diesem Schritt: ein Blick auf zwei Drittel dessen, was ihr in nur sieben Tagen in der Ausstellung sehen könnt.
Jede Bahn trägt ihre eigene Entwicklung, Schicht für Schicht, Farbe für Farbe.
Der Prozess wird sichtbarer – und zugleich geheimnisvoller.

4 Tage 

Die Etiketten entstehen– aus recyceltem Karton.
Ein kleiner Schritt, aber Teil des Ganzen: bewusst wählen, achtsam gestalten.
So wie jeder Farbton seinen eigenen Weg hat, tragen auch die Etiketten die Idee weiter – natürlich, schlicht, handgemacht.

2 Tage 

Ich zeige euch den Abschluss dieses Weges:
meine handgemachten Etiketten, Karten und das recycelte Verpackungsmaterial – alles gestaltet und gefärbt mit natürlichen, ökologischen Farben.

So wie jeder Schal seinen eigenen Prozess hat, entsteht auch jede Information, jedes Detail und jede Verpackung in echtem Handwerk, Schritt für Schritt.
Sorgfalt, Zeit und Verantwortung gehören für mich genauso dazu wie die Farbe selbst.

Danke, dass ihr mich in diesen Tagen begleitet habt.
Am Sonntag bin ich Kunsthandwerkmarkt im Quartiertreff Hirslanden.